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Posts mit dem Label "Geschichte" werden angezeigt.

Der Koala

Der Koala wird 61 bis 85 cm groß und wiegt zwischen 4 und 14 kg. Körpergröße und Proportionen eines erwachsenen Tieres hängen von Alter, Geschlecht, Ernährung und Region ab. Im kühleren Klima lebende Koalas sind im Allgemeinen größer und haben ein dunkleres und dichteres Fell als das von Tieren in wärmeren Regionen. Trotz dieser Anpassungen gibt es auch Ausnahmen. Im fruchtbaren  Victoria  können ausgewachsene Koalamännchen bis zu 14 kg, Weibchen bis 11 kg wiegen. Das Durchschnittsgewicht der nördlich lebenden Tiere ist niedriger: Männchen erreichen 12 kg, Weibchen 8 kg. Die Koalas im niederschlagsarmen  Queensland  sind generell kleiner, das Durchschnittsgewicht der Männchen beträgt 8 kg, das der Weibchen 6 kg. Männchen unterscheiden sich durch Hodensack und Duftdrüsen an der Brust von den Weibchen, die durch ihren Beutel auf der Bauchseite gekennzeichnet sind. Der Beutel ist wie bei den  Wombats  (im Gegensatz ...

Märchenzeit: "Das Unglaubliche" von Johann W. Wolf

Es war ein Edelmann, der fuhr nicht anders, als mit vier Pferden aus und tat dabei so stolz, als ob er der König oder gar der Kaiser von Deutschland wär. Das ärgerte einen Bauern, welcher neben dem Edelhof wohnte und sechs Pferde hatte. Als der Edelmann es ihm zu bunt machte, spannte er seine Sechs an seinen großen Heuwagen und fuhr stets hinter dem Edelmann drein, zwei Knechte vorn, er in der Mitte und vier Knechte hinter ihm. Das erste Mal tat der Edelmann, als bemerke er das nicht, das zweite Mal warf er dem Bauern nur einen giftigen Blick zu, das dritte Mal rief er, wenn das noch einmal geschehe, dann... Was er weiter sagte konnte kein Mensch verstehen, denn sobald der Edelmann anfing zu sprechen, gab der Bauer den Knechten ein Zeichen und sie knallten mit ihren Peitschen, als ob das wilde Heer heranführe. Am folgenden Morgen verklagte der Edelmann ihn beim Richter. Der setzte seine Brille auf und schlug alle seine Bücher auf, aber ein solcher Fall stand nicht darin. Endlich en...

Der Einkaufswagen

Im Flussbett gestrandet, weggeworfen als hätte er keine Geschichte, keine Träume...der Einkaufswagen. Vor drei Wochen noch fuhr eine Familie mit ihm im Supermarkt von einem Regal zum nächsten und stopfte ihn voll mit Getränken, Klopapier, Waschpulver, fünf Päckchen Salami, Toast, Käse und Milch... Er hörte die kleine Tochter nach Schokolade betteln, schreiend trug er sie auf seinem Rücken, er hat es ertragen, stillschweigend, hat sich zur Verfügung gestellt als Packesel und nichts verlangt.  Und nun...waren es Familien die ihn so achtlos weggeworfen, in die kalten Fluten des Flusses, auf die nackten Steine und Scherben geschoben...kein Dach mehr über dem Kopf?                                                                                          ...

Märchenzeit: "Der Rosenelf" von H. C. Andersen

Mitten in einem Garten wuchs ein Rosenstock, der war ganz voller Rosen, und in einer derselben, der schönsten von allen, wohnte ein Elf; er war so winzig klein, dass kein menschliches Auge ihn erblicken konnte; hinter jedem Blatte in der Rose hatte er eine Schlafkammer; er war so wohlgebildet und schön wie nur ein Kind sein konnte, und hatte Flügel von den Schultern bis gerade hinunter zu den Füßen. O, welcher Duft war in seinem Zimmer, und wie klar uns schön waren die Wände! Es waren ja die blassroten Rosenblätter. Den ganzen Tag erfreute er sich im warmen Sonnenschein, flog von Blume zu Blume , tanzte auf den Flügeln des fliegenden Schmetterlings und maß, wie viele Schritte er zu gehen hatte, um über alle Landstraßen und Steige zu gelangen, welche auf einem einzigen Lindenblatte sind. Das war, was wir die Adern im Blatte nennen, die er für Landstraßen und Steige nahm, ja das waren große Wege für ihn! Ehe er damit fertig wurde, ging die Sonne unter, er hatte auch spät damit angef...

Hamlet und Ophelia

Textauszüge aus "Die Hamletmaschine" von Heiner Müller

Isolationshaft

Die Urlaubsvertretung oder zeitlich begrenzte Isolationshaft? Ein Tagebuch (Auszug) 2012  Heute, an einem Tag wie diesem   zwischen Sonnenstrahlen und Autolärm habe ich das Bedürfnis meine Sachen zu packen und zu fahren ans Meer. Die Weite möchte ich fühlen, die Reinheit der Luft atmen, die Wellenschläge hören und den Wind spüren auf meiner Haut, doch ich bleibe sitzen auf meinen Backen die man Arsch nennt. Sechs Stunden Arbeit liegen noch vor mir, Arbeit die man eigentlich gar nicht Arbeit nennen darf. Es kommt kein Kunde. Ich sitze auf meinem Hinterteil und schaue immer wieder auf die Straße; sehe einen Ausschnitt des Lebens durch Glas. Sehe eine Ampel die im selben Rhythmus die Farbe wechselt, kleine Autos, große Autos, Menschen mit heller und dunkler Haut die meist grimmig gucken und gelangweilt sind von ihrem eigenen Dasein. Habe schon Zeitung gelesen, Kaffee getrunken, Bonbons gelutscht, mich im Spiegel betrachtet um zu sehen ob die Frisur noch sitzt… Und nun? ...